Linking Emerging Cities—Exchange between Helsinki and Budapest at the Beginning of the Twentieth Century

Eszter Gantner

Abstract


Zwischen 1873 und 1914 entwickelte sich das aus der Verschmelzung dreier Städte ent-standene Budapest zu einer Industrie-, Medien-, Wissenschafts- und Kulturmetropole und wurde zugleich zu einem Zentrum nationaler Bestrebungen. Im Unterschied zu anderen Städten in der Region repräsentierte Budapest die Ambivalenz und Rasanz, die Ungarns Modernisierungsprozess auszeichnete. In diesem Rahmen untersucht die vorliegende Studie die Rolle von Wissenstransfer und best practice bei der Entwicklung Budapests hin zu einer aufstrebenden Stadt. Zum einen sollen hierdurch die spezifischen Bedingungen vor Ort herausgearbeitet werden, die den Transfer, die Aufnahme sowie die Anwendung modernen Fachwissens in den aufstreben¬den Städten Ostmitteleuropas im 19. Jahrhundert in Gang setzten. Zum anderen wird von der These ausgegangen, dass aufstrebende Städte wie Budapest oder Helsinki nicht nur die Strategie verfolgten, örtliche Traditionen und Bedürfnisse sowie internationale Trends sorgfältig in Balance zu halten, sondern auch ihre Erfahrungen und Herausforderungen bewusst miteinander teilten. Als Fallbeispiel wird die Stadtentwicklung behandelt. In Per¬son des berühmtesten Architekten und Städteplaner seiner Zeit, Eliel Saarinen, waren Budapest und Helsinki miteinander verbunden und sammelten im Bereich des Städtebaus vergleichbare Erfahrungen.

Volltext:

PDF (English)