Urban Knowledge Transfer between the Cities of Warsaw, Krakow, Lviv and Poznan at the Turn of the Nineteenth and Twentieth Centuries

Aleksander Łupienko

Abstract


Die gesellschaftliche und Unterhaltungspresse war in den polnischen Gebieten im 19. Jahrhundert darum bemüht, aus dem Westen stammende Modelle zur Modernisierung und Umgestaltung als Werkzeuge zu nutzen, um eigene positivistische, religiöse, sozialistische oder auch nationalistische Weltanschauungen zu propagieren. Die Öffentlichkeit sollte so dazu bewegt werden, politische und gesellschaftliche Reformprojekte in möglichst großer Breite zu unterstützen. Ein ganz anderer Ansatz lässt sich in den Büchern, Broschüren und Zeitschriften von Technikern, Ingenieuren und weiteren ähnlichen Berufsgruppen feststel¬len: Hier wurden Denkanstöße und Beispiele aus dem Ausland im Details untersucht, er¬wogen und verglichen. Auffällig ist dabei, dass ein recht großer Anteil der dabei entstan¬denen Lösungsvorschläge aus dem benachbarten Ausland, also ganz aus der Nähe, stammte. Hierbei spielte natürlich die Durchlässigkeit der Grenzen zwischen den drei Teilungsmächten Österreich-Ungarn, Russland und Preußen bzw. Deutsches Reich eine wichtige Rolle. Wissenschaftler und Ingenieure aus Lemberg, Krakau, Warschau oder Po¬sen erschufen und nutzten Netzwerke, die auf Publikationen, Besuchen, Ausstellungen und Kongressen beruhten, sowie auch persönliche Kontakte, die ihnen dabei halfen, gemein¬sam die immer vielfältigeren Probleme der Stadtentwicklung zu bewältigen.

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