The Charters of the Princes of Rügen and the Display of Authority

Sébastien Rossignol

Abstract


In diesem Aufsatz wird am Beispiel der Urkunden der Fürsten von Rügen untersucht, wie Arenga und visueller Eindruck zum Zweck der Herrschaftsrepräsentation eingesetzt wurden. Dafür wurden sowohl die edierten Urkunden als auch in Archiven aufbewahrte Originale betrachtet. Die fürstliche Kanzlei von Rügen wird als exemplarischer Fall für die Entwicklung der pragmatischen Schriftlichkeit in Ostmitteleuropa genommen, und zwar zu einer Zeit, als in dieser historischen Region die Verwendung fürstlicher Urkunden drama-tisch expandierte. Urkunden waren im Europa des Mittelalters mehr als nur rechtliche Dokumente: Sie hatten auch eine symbolische Funktion in der Darstellung von Herrschaft. Es wird hier argumentiert, dass in der Forschung zur Herrschaftsrepräsentation durch Ur-kunden bislang der Standpunkt der Empfänger zu wenig berücksichtigt worden ist. Die Kontextualisierung der Belege legt nahe, dass Empfänger auf die Ausgestaltung von Aren-gen und visuellen Mitteln Einfluss nehmen konnten.

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